Mehrwerte müssen spürbar werden

Ziel eines mobilen Guides mit Anwendung im touristischen oder kulturellen Bereich sollte es sein, seinen Nutzern einen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Arten der Informationsbeschaffung und Routenführung zu bieten. Um ein derartiges System erfolgreich zu machen, ist es wichtig alte Konzepte nicht nur zu kopieren und kein digitales Abbild zu herkömmlichen Reiseführern zu schaffen. Dies bedeutet keinesfalls alles bereits Bekannte in der Konzeption unberücksichtigt zu lassen – neben der etwaigen Verbesserung des Bewährten muss aber vor allem ein klarer Unterschied zu Büchern, persönlich geführten Touren und Audioguides ausgearbeitet werden. Die jeweilige App muss Innovationen bieten, die einen Mehrwert spürbar machen. Dabei ist auch das richtige Zusammenspiel von Inhalt bzw. Thematik, Design und Funktionen und deren Art der Umsetzung wichtig.

Der Einsatz multimedialer- und interaktiver Funktionen wird bis dato stark vernachlässigt und auf einfach umzusetzende Funktionen reduziert, doch gerade hier liegt ein großer Mehrwert gegenüber gedruckten Exemplaren. Dennoch darf es keinesfalls darum gehen nur möglichst viele neuartige Techniken zu verwenden, auch bekannte Funktionen, besser in einen gewissen Kontext zum Thema des Guides gestellt, können eine Art von Mehrwert bieten ohne den Nutzer zu überfordern und einen allzu großen Aufwand zu bedeuten.

Im Folgenden werden speziell mobile Stadtführer mit einem thematischen Schwerpunkt betrachtet. Hier lassen sich Anpassungen an das jeweilige Thema besser verdeutlichen als es im Falle eines allgemeinen, nicht themenbasierten Städteführers möglich wäre. Serviceangebote wie Hotels und Restaurants, aber auch eine Auflistung der üblichen Highlights einer Stadt fallen damit weitestgehend raus.