Gesucht: Spannendes Thema mit lokalem Bezug

Für einen guten Guide ist es wichtig die beschriebenen Orte zuvor persönlich in Augenschein nehmen zu können. Um die Vorort-Recherche einfach gestalten zu können wurde die Stadt Bremen als Umgebung gewählt.

Die Thematik des Guides soll in diesem Fall so eingegrenzt werden, dass sie in ähnlicher Form auch auf andere Orte übertragbar ist. Dies bietet den Vorteil, dass neben dem Gesamtkonzept auch aufwändig umzusetzende Funktionalitäten, sowie das Design auf ähnliche Guides übertragbar werden. Neben einer Vielfältigkeit und Interessantheit spielt es eine große Rolle, dass das gewählte Thema eine ausreichende Zahl an Anlaufpunkten bietet, welche sich im öffentlichen Raum verorten lassen und für den Nutzer frei zugänglich sind.

Eine Kooperation mit dem interdisziplinären Kurs ThinkBETA der Hochschule Bremen grenzt das Thema weiter ein. In ThinkBETA kommen Studenten unterschiedlicher Studiengänge, wie der Architektur und der Medieninformatik, zusammen um sich mit dem Thema Stadtentwicklung in Verbindung mit dem Einsatz von digitalen Medien zu beschäftigt.

Stadtentwicklung steht gleichermaßen für Veränderungen in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und lässt sich vielfältig interpretieren, beziehungsweise auch auf kleinere Themenbereiche wie Umwelt oder spezielle Epochen spezialisieren. Die der Stadtentwicklung übergeordnete Kategorie Wandel ist zudem auf weitere, nicht stadtbezogene Örtlichkeiten anwendbar, womit eine Adaption des Grundkonzeptes für unterschiedlichste Bereiche gewährleistet ist.


Örtliche Eingrenzung

Die Eingrenzung des bearbeiteten Gebietes ist aus dem Grund wichtig, dass mobile Guides vorzugsweise zu Fuß und ohne die Zuhilfenahme von Verkehrsmitteln genutzt werden, die Wege zwischen den einzelnen Punkten also nicht zu weit sein sollten.

Bremen hat eine Vielzahl interessanter Stadtgebiete, die in der Vergangenheit wie auch heute starker Veränderungen unterliegen. Auffälligstes Beispiel des derzeitigen Wandels ist das gesamte Hafengebiet, aber auch der Bahnhofsvorplatz und Bereiche der Bremer Innenstadt. Wandel im historischen Sinne fand in nahezu allen Stadtteilen, nicht zuletzt durch die Zerstörungen des 2. Weltkrieges, statt, ist im Bereich der Innenstadt jedoch am umfangreichsten.

Der Stadtkern bietet eine Jahrhunderte zurückreichende Entwicklungsgeschichte, aber auch interessante und dennoch wieder fallen gelassene Projekte der näheren Vergangenheit, sowie Potenzial für künftige Veränderung. Die Möglichkeit Stadtentwicklung hier als eine Entwicklung darstellen zu können, die bereits vor sehr langer Zeit begann und auch heute weiter anhält, macht die Innenstadt zu dem Teil Bremens, der am vielfältigsten betrachtet werden kann. Der in diesem Guide betrachtete Bereich der Stadtentwicklung wird daher auf den Stadtkern sowie dessen nähere Umgebung begrenzt, was neben der beschriebenen Vielfalt auch die geforderte Nähe der einzelnen Punkte zueinander bietet.


Thematische Konkretisierung

Stadtentwicklung wird am besten dargestellt, indem das visualisiert wird was nicht mehr sichtbar ist – oder vielleicht noch nie gesehen werden konnte. Dies anschaulich und nicht ausschließlich mittels Fotos oder Zeichnungen zeigen zu können ist die hier hervorzuhebende Stärke eines digitalen Guides. Auf Displays ist es möglich das anhand von Beschreibungen nur schwer Vorstellbare zu visualisieren, und somit ein besseres Gefühl für Vergangenheit und Zukunft zu bekommen. Zudem bildet gerade das nicht sichtbare für viele Menschen etwas besonders reizvolles, was hier ausgenutzt wird.

Eine zusätzliche Konkretisierung geschieht durch die Auswahl der zur Verfügung stehenden Punkte nach Gesichtspunkten der Interessantheit. Da es in diesem Konzept letztendlich auch darum geht, unterschiedliche Arten innovativer Funktionen zu zeigen, muss die Auswahl der Punkte eine gewisse Vielfalt aufweisen und so verschiedene Darstellungsformen ermöglichen.

Im Zuge der weiteren Konzeption werden also in ihrer Form ganz unterschiedliche darstellbare Punkte zusammen getragen, die neben ihrer Interessantheit zwei weitere deutliche Gemeinsamkeiten aufweisen: Sie sind Teil des Wandels innerhalb der Bremer Innenstadt und sie sind für den Nutzer des Guides, ganz oder teilweise, unsichtbar. Dabei kann es sich konkret um verschüttete oder nicht gebaute Orte, um abgerissene, an andere Stelle versetzte, umgebaute oder zerstörte Bauten handeln. Nicht sichtbar ist zum Teil auch die drastische Umnutzung bestimmter Orte, welche sich darstellbar machen lässt.