Ein innovativer Guide muss nicht aufwändig sein

Ziel dieses Kapitels war es, anhand der zuvor gewonnenen Erkenntnisse über die Wichtigkeit der Thematik, der Gestaltung und der Erlebbarkeit, das Konzept für einen themenorientierten Guide zu entwickeln, welches diesen Ansprüchen gerecht wird und gegenüber derzeit verfügbaren Guides eine Innovation darstellt.

Neben einem Thema, das sich von den gängigen Stadtführungen abhebt und mit dem Titel Unsichtbares Bremen – Eine Stadt im Wandel der Zeit das geforderte Interesse weckt, wurde eine ansprechende und an die Thematik angepasste Gestaltungsform gefunden, die neben ihren optischen Werten eine einfache Bedienbarkeit aufweist.

Die Konzeption fünf neuer Funktionen in Verbindung mit konkreten Orten des Themen-Guides zeigt die Vielfältigkeit der Möglichkeiten, die durch die Verwendung aktueller Technik zur Verfügung stehen. Häufig reichen schon einfache Interaktionsmöglichkeiten, wie das Verschieben von Elementen, das Bewegen des Gerätes oder die Verwendung der Kamerafunktion, verknüpft mit herkömmlichen Multimedia-Elementen, um die Präsentation von Informationen und Ereignissen interessanter, erlebbarer und einprägsamer zu machen. Wichtig ist in allen Fällen dem Nutzer eine Form der Kontrolle über das, was er zu sehen bekommt, zuzugestehen, und dies mit interessanten Informationen über die Audiofunktion zu ergänzen. Schriftliche Informationen werden zusätzlich geboten, stehen dabei aber keinesfalls im Mittelpunkt.

Eine zu herkömmlichen Stadtführern unterschiedliche Konzeption muss also nicht immer aufwändig sein, viele Komponenten neuartiger Funktionen sind zudem leicht wiederverwendbar. Andere Ideen können jedoch auch sehr viele Ressourcen in Anspruch nehmen, sei es bei der Recherche, der grafischen oder auch der technischen Umsetzung. Dieser Aufwand, und die damit verbundenen Kosten, müssen letztendlich mit der erwarteten Nutzungshäufigkeit abgeglichen werden.