Konzepte mobiler Guides

Das Grundkonzept mobiler Guides ist dem der gedruckten Reiseführer sehr ähnlich. Die meisten Apps bieten eine Mischung aus Texten und Bildern, Hintergrundinformationen zu dem besuchten Ziel, zu Sehenswürdigkeiten und Serviceangeboten – und kombinieren all diese Informationen in einer Karte mit integrierter Navigationslösung 1. Unterschiede gibt es insbesondere zwischen den mobilen Pendants zu gedruckten Reiseführern der Verlage, Städteführern mit speziellem Themenhintergrund und den klassischen Guide-Systemen, die einem Verzeichnis gleichen. Auffällig ist, dass fast alle mobilen Guides sich thematisch mit einzelnen Städten beschäftigen – die bei Büchern gängigen Reiseführer zu ganzen Ländern gibt es kaum.

Die Verlage versuchen zum Teil die Konzepte ihrer gedruckten Ausgaben zu kopieren oder zu übertragen, was einerseits Aufwand spart und weiterhin redaktionell gute Informationen liefert, andererseits die genutzte Technik wenig ausnutzt 2. Der DuMont Reiseverlag bietet in seiner mobilen App so zum Beispiel kaum mehr als eine digital blätterbare Ausgabe des klassischen Reiseführers, kombiniert mit einer Karte.

Themenbasierte Guides wie der Rick Steves’ Historic Paris Walk hingegen legen viel Wert auf Eigenständigkeit durch eine an das Thema angepasste Gestaltung der App, auf Video- und Audio-Inhalte, bieten aber insgesamt weniger Informationen. Alle andern Guide-Systeme sind letztlich eigenständige Stadtführer, welche versuchen mit möglichst großem Informationsumfang und einer guten Bedienbarkeit zu punkten.