Anschauen oder mitmachen, der kleine Unterschied

In der Konzeption neuartiger Funktionen, die den Informationsfluss durch den Nutzer steuerbar machen, kann zwischen interaktiven und partizipativen Funktionen unterschieden werden.

Der Hauptunterschied besteht dabei in den Inhalten selbst: Interaktion ermöglicht es dem Nutzer zu beeinflussen, welche der zur Verfügung gestellten Information er wann und wie zu sehen bekommt, die Interaktion beeinflusst aber nicht die Inhalte. Das mobile Gerät reagiert somit nur auf die Eingaben des Nutzers. Dabei ist auch das einfache Zoomen innerhalb eines Bildes oder einer Karte eine Interaktion, die Möglichkeiten können jedoch weit vielfältiger und ungewöhnlicher sein. Die Inhalte werden in allen Fällen reiner Interaktion 1 nicht verändert, nur verändert dargestellt.

Partizipation geht einen Schritt weiter. Sie bedeutet, dass der Nutzer Teil der jeweiligen Funktion wird, indem er ihre Inhalte aktiv verändert. Dies kann die einfache Beeinflussung des Ergebnisses einer Abstimmung sein, als auch das zur Verfügung stellen von eigenen Inhalten wie Videos, Fotos oder Kommentaren. Partizipation erzeugt immer auch einen erhöhten Wartungsaufwand.

Interaktion, wie auch Partizipation können das Erleben steigern, da der Nutzer bestenfalls aktiv in die Thematik einbezogen wird. Entscheidungen die getroffen oder Tätigkeiten die ausgeführt werden müssen um an Informationen zu gelangen – oder diese selber zur Verfügung zu stellen – setzen voraus, dass der Nutzer zuerst einmal nachdenkt oder etwas zumindest genauer beachtet.

Innerhalb eines Guides kann, abhängig von der Thematik, beides von Nutzen sein.