Informationen erlebbar machen, aber wie?

Die Analyse bestehender mobiler Stadtführer hat gezeigt, dass zur Zeit vor allem Wert auf den Informationsumfang gelegt wird. Die Aufbereitung dieser Informationen zu einem Gesamterlebnis steht bis dato weitestgehend im Hintergrund, dabei sind hier die größten Mehrwerte 1 gegenüber Reiseführern in gedruckter Form möglich.

Thematische Guides besser erlebbar zu machen ist das eigentliche Ziel dieser Arbeit. Dabei darf es keinesfalls darum gehen die technischen Möglichkeiten eines Smartphones oder Tablet PCs zum Selbstzweck zu machen. Stattdessen soll der Nutzer mit Hilfe der Technik ein Thema an sich besser nachempfinden, verstehen oder erleben können. Die Vorstellungskraft soll unterstützt werden, indem Themen, unabhängig von Beschreibungen oder Fotos, durch interaktive oder multimediale Funktionen aufbereitet und interessanter gemacht werden. Eine Information, die mittels eigener Interaktion herausgefunden oder durch unterhaltende Funktionen vermittelt wurde, wird vor allem aufmerksamer wahrgenommen 2 und damit viel eher im Gedächtnis bleiben als ein gelesener Text. Neue Funktionalitäten bedeuten zudem eine deutliche Abgrenzung zu bestehenden Guides.

Beachtet werden sollte, dass die Implementation zu vieler verschiedener Ideen einige Nutzer überfordern könnte. Jede Information in neuer Form darzustellen würde dazu führen, dass der Nutzer sich an jedem Punkt erneut zuerst mit der Funktionsweise vertraut machen muss und das Erleben der Thematik darunter leidet. Besser ist es daher, vier bis fünf innovative und besonders veranschaulichende Funktionen mit bereits Bekanntem und gut Aufbereitetem zu kombinieren. Wie Erlebbarkeit mittels neuer Funktionalitäten verbessert werden kann, werden Beispiele im Kapitel Neuartige Funktionen konkret zeigen.