Stadtführer zum anhören: Audioguides

Mit der Einführung tragbarer Kassetten-Spieler kam in den 1970er Jahren 1 eine neue Art von Informationsquellen für Reisende auf den Markt: die Audioguides. Die häufig in Museen, aber auch für Stadtführungen eingesetzten Geräte, haben sich zusammen mit der dafür eingesetzten Technik bis heute weiter entwickelt. War es zu Beginn der Entwicklung nur möglich Audiotouren, also die auf den Geräten gespeicherten Informationen zu einem bestimmten Themengebiet, in einer linearen Abfolge von einem Band anzuhören und dabei die hierdurch vorgegebenen Route abzulaufen, so ist es heute mit Hilfe von MP3-Playern ganz selbstverständlich Punkte einer Tour auch mal auszulassen, oder sich weiterführende Informationen anhören zu können.

Audioguides sind in den meisten Fällen spezialisierter als Reiseführer. Oft behandeln sie die Thematik einer Ausstellung und sind im jeweiligen Museum ausleih- oder auch vorab als Podcast 2 im Internet herunterladbar. Auch im innenstädtischen Bereich werden häufig Rundgänge per Audioguide angeboten und ersetzen hiermit teilweise die persönlich geführten Touren.

Audioguides sind vor allem sehr einfach zu bedienen und bieten die Möglichkeit viele Informationen interessant zu vermitteln. Das oft anstrengende Lesen von langen Texten entfällt und der Nutzer kann sich, während er dem Audioguide zuhört, auf das Gesehene konzentrieren.

Man kann Audioguides auch als eine Art Augmented-Reality 3 bezeichnen. Während der Zuhörer etwas ansieht ergänzt das Ohr als weiterer Sinneskanal 4 das Gesehene mit gesprochenen Informationen.